Death Note
Genre: Anime
Subgenres: Thriller, Fantasy
Story:
Light geht in die High School und steht kurz vor den schwierigen Aufnahmeprüfungen für Japans Elite-Universitäten. Doch das ist für Light keine große Herausforderung. Schließlich ist er mit so überdurchschnittlicher Intelligenz gesegnet, dass er alle Prüfungen stets mit Bravour besteht, und außerdem ist er fleißig und gewissenhaft. Doch eines Tages findet er auf dem Schulhof ein rätselhaftes Notizbuch. Es handelt sich um ein so genanntes "Death Note". Wenn man den Namen eines Menschen in das Buch schreibt, stirbt dieser Mensch. Light findet nicht nur Genaueres über die genaue Vorgehensweise heraus, sondern trifft auch bald auf den ursprünglichen Besitzer des Buches: einen Todesgott.
Die Versuchung, das Buch zu benutzen ist zu groß für Light. Er begreift das "Death Note" als eine Chance, um die Welt vom Bösen und von Verbrechern zu befreien. So fallen ihm immer mehr Schwerverbrecher zum Opfer und schließlich wird auch die Polizei auf diese mysteriösen Todesfälle aufmerksam. An der Spitze der dafür eigens gegründeten, internationalen Sonderkommission stehen der Polizeichef von Tokyo und ein Sonderermittler, von dem weder Gesicht noch Name bekannt ist. Er wird nur mit "L" angesprochen. Auch das amerikanische FBI entsendet einige Ermittler und nimmt die Fährte auf...
Meine Meinung: (Enthält kompletten Spoiler)
Death Note wurde beziehungsweise wird bis in den Himmel gehyped. Damals als der Anime noch wöchentlich ausgestrahlt wurde habe ich die ersten paar Folgen gesehen. Doch da die Wartezeit auf die nächste Episode bei spannenden Anime wie Death Note, nicht zu ertragen ist habe ich das Ganze auf Eis gelegt. Nun ist die Serie ja schon seit geraumer Zeit komplett verfügbar und ich habe mich dazu entschlossen den Anime in einem mehr oder weniger kleinen 2-Tages Marathon zu genießen.
Ich will jetzt nicht zu sehr auf die Story eingehen. Das Ding hat immerhin ganze 37 Folgen. Vielmehr will ich auf meine Eindrücke und besonders darauf was ich daran kritisiere eingehen. Natürlich ist Death Note ein exzellenter Anime. Vor allem die ersten 25 Episoden sind teilweise extremst spannend und Light wird von Folge zu Folge sichtlich böser und skrupelloser. Vor allem die Szenen in der er zuerst das Vertrauen der Verlobte des FBI-Agenten gewinnt und Sie dann in den Selbstmord treibt oder sein triumphierendes Lachen als er L's Leiche in den Armen hält gehen schon extrem nahe. Jetzt aber auch zu einem der größten Kritikpunkte. Wie können sie L nur schon nach knapp 25. Episode sterben lassen. Für mich war das, was Death Note ausmacht großteils die Auseinandersetzung zwischen Light und L und mit dessen Ableben wurde der Serie ein Großteil der Spannung genommen. Den Finalen Plot um L's Nachfolger Near und Mello bieten nicht mal ansatzweise das was man von L gewohnt ist. Ein Psychopath und ein Kind die zusammen L übertrumpfen. Da hätte man sich wahrlich was besseres einfallen lassen können. Auch war Nears Sieg über Kira absolut unbefriedigend. Ich meine wer ist Near. An dem Charakter hängt 0 Sympathie. Wenn L Light überführt hätte, dann wäre das Ganze noch ganz gut gewesen. L hätte ich das gegönnt. Man begleitet ihn fast durch die ganze Serie und dann stirbt er einfach so. Sowas ist absolut daneben. Insgesamt überwiegt klar das positive. Der Großteil der Serie ist absolut spannend. Nach dem Tod von L gibts zwar eine kurze Phase die nicht ganz der Qualität des Rests entspricht. Man könnte es aber vielleicht als kurze Ruhephase verstehen. Aber ab dem Auftauchen des fanatischen Mikami wird es nämlich wieder ganz interessant. Dann kommt auch schon das Ende. Ich meine klar, auch wenn ich es mir anders gewünscht hätte muss Kira am Ende sterben. Aber doch nicht so. Zumal man sich die Frage stellt warum er nicht auf dem Weg zur Halle die Namen aller die ihm bekannt sind eingetragen hat. Ich meine er kannte fast alle dort Anwesenden. Wenn er die vorsorglich schon eingetragen hätte, dann hätte er auch nicht sterben müssen. Aber naja. Der eigentliche Tod von Light ist aber wieder exzellent in Szene gesetzt. Selten so eine bewegende Todesszene gesehen. Wie Ryuk Lights Namen in sein Deathnote einträgt und Light verwundet auf einer Treppe zusammenbricht und langsam im Sonnenuntergang stirbt. Da hat wirklich alles gestimmt.
9,5/10